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Symptome bei Panikattacken

Was sind die Symptome einer Panikattacke?

 

Eine Panikattacke kommt meistens wie aus heiterem Himmel. Dies ist für den Betroffenen am Anfang sehr schwer einzuordnen, weil  sich die Beschwerden körperlich zeigen und sehr vielfältig sind und man sich gerade eben noch topp fit gefühlt hat.  Plötzlich ist einem ganz Elend und hat oft sogar Angst zu sterben. 

 

Schwindel ist ein häufiges Symptom, das sich zeigt. Man steht vielleicht wartend in einer Schlange an der Kasse im Supermarkt und hat plötzlich das Gefühl, es zieht einem den Boden unter den Füssen weg. Das kann ganz schön erschrecken. Vielleicht fängt der Puls an zu rasen und das Atmen fällt schwer.

 

Andere werden von einer plötzlichen Übelkeit erfasst evtl. kombiniert mit Schmerzen und Engegefühl in der Brust. Auch das macht Angst. Viele glauben, sie hätten einen Herzinfarkt und werden vielleicht sogar mit der Ambulanz in die Notfallklinik eingeliefert. Dort erfährt man dann, nach verschiedenen Untersuchungen, dass es sich um eine Panikattacke handelte. 

 

Andere erzählen von einer Schwäche im ganzen Körper, als ob die Beine versagen würden. Der Mund kann sehr trocken werden, die Hände zittern und es ist schwierig, einen normalen Gedanken zu fassen. Das Umfeld wird manchmal nicht mehr richtig wahrgenommen, weil die Gedanken und Gefühle gerade Achterbahn fahren. 

 

Es gibt auch Leute, die fangen an zu hyperventilieren, d.h. sie atmen zu viel und zu schnell ein und zu wenig aus. So entsteht zu viel Sauerstoff im Gehirn und es kann zu Kribbeln in Händen und Füssen kommen. Der Betroffene hat Angst, ohnmächtig zu werden, zu sterben, oder den Verstand zu verlieren. Es fühlt sich an, als hätte man nichts mehr unter Kontrolle.

 

Oft fällt es schwer zu sprechen, als würde die Kraft dazu fehlen. Dies wird gerne von Schüttelfrost begleitet.

 

Dieser «Anfall» dauert meistens etwa eine halbe Stunde, manchmal auch länger und dann ist der Spuk vorbei. Danach sind die Betroffenen meist Stunden bis Tage unendlich müde.

 

Diese Symptome müssen nicht alle zusammen auftreten, und sie können sich ganz verschieden zusammensetzen.

 

Meistens bleibt es nicht bei der einen Attacke. Wochen, Monate, ja manchmal sogar Jahre später kann es sich wiederholen. 

 

Mit der Zeit fangen Betroffene an, Situationen und Orte zu meiden, in denen sie eine Attacke erlebten.  Bei immer wiederkehrenden Paniken kann es vorkommen, dass man plötzlich eine Angst vor der Angst entwickelt. D.h. man hat Angst vor diesen Symptomen und fängt an sich zurückzuziehen, damit es nicht wieder passiert. Dies kann mit der Zeit zu Isolation führen. Einige können nicht mehr ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Die Angst hat einen im Griff.

Betroffene gehen wirklich durch die Hölle und werden als Psychos abgestempelt, was sie nicht sind. 

 

In einem nächsten Blog werde ich darüber berichten, was im Körper während einer Panikattacke geschieht und warum es überhaupt dazu kommen kann.