Hypnose bei Angststörungen, Phobien und Panikattacken


Angst ist uns mit auf den Weg gegeben worden, um uns zu schützen, um unser Überleben zu sichern. Wenn jemand nicht schwimmen kann und auf einem Baumstamm über einen Fluss balancieren möchte, hat die Angst, das Gleichgewicht zu verlieren und hinunterzufallen, einen Sinn. Sie hält die Person im besten Fall davon ab und schützt so ihr Leben.

 

Mit den Jahren konnte ich feststellen, wie vielfältig die Ängste meiner Klienten sind. Sie zeigen sich sehr individuell. Doch an der Basis findet sich bei allen einfach die nackte eine Angst. Diese sucht sich ein Gesicht, um sich zu zeigen und dieses Gesicht sieht bei jedem wieder etwas anders aus, d.h. die Angst wird auf etwas projiziert.

 

In der Praxis ist es mir nicht wichtig ob es sich um eine Panikattacke, eine Phobie usw. handelt, mir ist die Diagnose egal. Was mich interessiert sind die Symptome und natürlich die Ursache. Die können wir verändern. Egal, wie mein Klient seine Angst wahrnimmt, wir suchen die Ursache, damit wir diese neutralisieren können.  Das kann sich um negative Lebenserfahrungen, biografische Prägungen, epigenetische und genetische Faktoren, traumatische Erlebnisse usw. handeln, die durch anhaltenden Stress oder eine Erinnerung  über unsere Sinne wieder hervorgerufen werden. 

Diese Ursachen wollen wir mit Hypnose in einer angenehmen Entspannung verändern. Weiter erhält jeder Betroffene einen Werkzeugkasten mit Tools darin, die er selber anwenden kann, um sich besser zu fühlen. Es ist mir wichtig, dass eine Person eigenständig bleibt.

 

Angst wird dann zum Problem, wenn sie unser Leben einschränkt, indem wir ganz banale Dinge nicht mehr machen können. Die meisten Ängste, die einen Menschen sehr einschränken, nennt man Angststörungen, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes sehr störend sind.

 

 

 

Unter eine Angststörung fallen z.B. spezifische Phobien. Es gibt Menschen die ängstigen sich vor bestimmten Tieren, vor Essen, vor Gegenständen usw. Eine Klientin von mir konnte keine Spaziergänge mehr in der Natur unternehmen, weil sie sich so sehr vor Spinnen  fürchtete. Sie liebte die Natur über alles und litt darunter, sich nicht mehr in ihr aufhalten zu können.  

Ein anderer konnte seine Nahrung nur püriert essen, weil er sonst Angst hatte, zu ersticken. So war es ihm mit der Zeit nicht mehr möglich, auswärts zu essen, bei Freunden, in der Firma, im Restaurant, was wiederum seine sozialen Kontakte verringerte.

 

Vielleicht haben Sie schon von der generalisierten Angststörung gehört.  Bei dieser Art von Angst ist die betroffene Person in einem Gefühl von dauerndem Besorgt sein. Das kann sich in verschiedenen Gebieten zeigen, wie Haushalt, Finanzen, Beruf, Gesundheit usw. Eine meiner Klientinnen war nicht mehr fähig ihren Haushalt zu führen, weil sie befürchtete, dass etwas Schlimmes passieren könnte.  Wenn sie bügelte, hatte sie Angst mit dem heissen Eisen einen Grossbrand  auszulösen, bei dem alle Mitbewohner im Haus ums Leben kämen. Auch Geschirr spülen ging nicht mehr, weil sie Angst hatte, den Wasserhahn nicht mehr zudrehen zu können und es so zu einer Überschwemmung käme. Solche Menschen machen sich permanent Sorgen um etwas. Dies kommt so weit, dass sie Dinge einfach nicht mehr tun. 

Wir alle kennen gewisse Sorgen, die sich ab und zu in unsere Gedanken einschleichen. Das kann sich von «hoffentlich werde ich  nicht gekündigt» bis «mein Partner könnte mich verlassen» usw. zeigen. Dies ist völlig normal. Es zeigt sich erst dann krankhaft, wenn sich die Gedanken um nichts anderes mehr drehen und das Leben einschränken.

 

Unter Angststörungen fallen auch Panikattacken. Diese überfallen Betroffene aus heiterem Himmel.

Ein Klient wurde von seiner ersten Panikattacke heimgesucht, als er im Supermarkt an der Kasse in der Schlange stand. Plötzlich fing sein Herz an zu rasen, es wurde ihm schwindlig, er fing am ganzen Körper an zu zittern und konnte schlecht atmen. Er musste das Geschäft sofort verlassen. Dabei fühlte er sich, als hätte seine letzte Stunde geschlagen. Er hatte keine Ahnung, was da passierte und nach etwa 30 Minuten war der Spuk wieder vorbei. Als er einige Tage später wieder an der Kasse stand, passierte das Gleiche erneut. Mit der Zeit konnte er einen Supermarkt gar nicht mehr betreten, weil er bereits Angst hatte, die Symptome könnten erneut auftreten. Das nennt man Angst vor der Angst. Dies kann einen Menschen so einschränken, dass er nicht mehr fähig ist, aus dem Haus zu gehen.

 

Es gibt natürlich auch Ängste, die sich weniger bedrohlich anfühlen. Einer meiner Klienten musste beruflich regelmässig Vorträge halten. Bereits einige Minuten vor Beginn erhöhte sich sein Puls, er fing an  übermässig zu schwitzen und bekam einen trockenen Mund, so dass seine Zunge am Rachen klebte. Dies hinderte ihn daran, fliessend zu sprechen. Zudem war es ihm peinlich, wenn er sich vorstellte, dass die Zuschauer seine Unsicherheit bemerken könnten. Hier handelt es sich um eine Versagensangst, die mit Scham verbunden ist.

 

Wieder andere haben entsetzliche Angst, ihren Partner oder Kinder, Eltern usw. zu verlieren, sei es durch Krankheit oder einfach weil er sich in der Beziehung nicht mehr wohl fühlt. Das kann dazu führen, dass sie die Person anfangen zu kontrollieren, sich an sie festkrallen und sich völlig abhängig machen.  Hier handelt es sich um eine Verlustangst.

  

Manche Leute fragen mich, wie zeitaufwendig eine Hypnosetherapie bei mir ist. 

Jeder Klient ist individuell und deshalb kann ich keine Zeitangaben machen. Im Schnitt dauert eine Therapie zwischen 3 und 10 Sitzungen. 

Vielleicht sind auch Sie bereit, sich für mehr Lebensqualität zu entscheiden.

 

 

 

 

 

 

 

Anita Gnädinger

+41 (0)44 821 93 90

KONTAKT